
Von mir geschrieben. Ohne KI.
Diese 7 Dinge sortiere ich als Mama regelmäßig aus
Bevor ich Mama wurde, dachte ich wirklich, ich hätte viele Sachen. Heute muss ich darüber ein bisschen lachen, denn ich hatte keine Ahnung, wie schnell sich ein Zuhause füllen kann, wenn plötzlich ein kleiner Mensch mit darin lebt.
Mit einem Kind ziehen nämlich nicht nur Kinderwagen, Kleidung und Spielzeug ein.
Es kommen ständig neue Dinge dazu. Kleine Geschenke in der Apotheke, von der Oma zwischendurch und gebrauchte Mitbringsel von Freunden und Verwandten. Ich habe mich dagegen gewehrt, Kleiderkisten „für später“ anzunehmen, die andere Eltern einfach nur loswerden und uns etwas Gutes damit tun wollten. Nicht immer gelang es mir, die Tüten und Kisten wirklich abzulehnen, sodass ich mich dann darum kümmern musste, sie weiter zu verschenken.

Und obwohl ich mich schon lange mit Minimalismus beschäftige, passiert es auch bei uns immer wieder, dass es mir irgendwann zu viel wird.
Lange dachte ich, ich bin einfach nicht ordentlich genug und habe mir daher die passenden Ordnungshelfer als Unterstützung besorgt. Kisten, Körbe, Trennstangen und andere Systeme. Ganz schön teuer sage ich euch! Und natürlich habe ich an der Falttechnik meiner Kleidung gearbeitet, sowie versucht mich einfach besser zu strukturieren. Doch all das hat im Kern nichts verändert. Es hat wenn überhaupt nur zeitweise eine Verbesserung eingebracht. Erst das Ausmisten hat mir gezeigt, wie leicht mein Alltag sein kann.
Genau deshalb miste ich auch heute noch regelmäßig aus. Nicht, weil ich möchte, dass unser Zuhause möglichst leer aussieht, und schon gar nicht, weil ich als Minimalistin irgendeine bestimmte Anzahl an Dingen besitzen möchte. Ich merke einfach, wie viel leichter unser Alltag wird, wenn weniger herumsteht, weniger verstaut werden muss und ich nicht permanent damit beschäftigt bin, Dinge von einem Ort zum anderen zu räumen.
Dabei gibt es ein paar Sachen, die sich bei uns erstaunlich zuverlässig ansammeln.

Ich will endlich anfangen!
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„In 7 klaren Schritten zum ausgemisteten Zuhause“. Darin zeige ich dir, wie du wirklich ins Tun kommst – ganz ohne Überforderung.
1. Kinderkleidung, die nicht mehr passt
Eigentlich merkt man ziemlich schnell, wenn eine Hose zu kurz geworden ist oder ein Pullover nur noch mit Mühe über den Kopf geht. Trotzdem fühlt man sich teilweise gehemmt, etwas auszusortieren, weil man nicht genau weiß, wohin damit als nächstes… oder wie ist es bei dir? Klassischerweise landen die zu kleinen Teile in einer Kiste und dann in den Keller. Entweder weil man gerade keine Zeit hat oder weil man es für später aufbewahren möchte.
Die Kiste im Keller ist der erste große Fehler
Zumindest sehe ich das so. Denn die süßen Kleidungsstücke, die unser geliebtes Kind mal getragen hat, liegen nun eingequetscht in einer Kiste im Keller. Keiner trägt sie und wer weiß, ob sie überhaupt noch jemand tragen wird? Vielleicht kommen manche Teile aus der Mode, vielleicht wird es nie ein „später“ geben. Ich finde, dass Kinderkleidung getragen werden sollte, ob von den Kindern von Freunden oder eben von anderen Kindern, wenn wir die Stücke weiterverkaufen. Warum? Weil wir bei einem möglichen weiteren Kind so gut wie alles wiederbekommen können und die Sachen nach 3-4 Jahren vielleicht auch einfach nicht mehr schön sein würden. (Ich würde jeden verstehen, der ein weiteres Kind nach weniger Zeit einplant und die Dinge dafür aufhebt. Das ist dann ja auch etwas anderes)
Wenn meinem Kind die Größe nicht mehr passt, gehe ich wie folgt vor:
- Gute Fotos bei Tageslicht machen: Ich sammle alle aussortierten Teile, prüfe sie auf Flecken und Mängel, wasche sie und lege sie immer ähnlich in Tageslicht hin und mache aussagekräftige Fotos. Diese lade ich im besten Fall noch am gleichen Tag auf Vinted hoch oder stelle sie in die Flohmarktgruppen bei WhatsApp rein.
- Alle fotografierten Teile kommen in eine Kiste, die ich so verstaue, dass sie mich im Alltag nicht stört.
- Sobald es verkauft ist, verpacke ich es und verschicke es. Ich habe dafür Versandtaschen oder alte Kartons im Keller gesammelt.

2. Spielzeug, von dem ich lange dachte, dass wir es unbedingt behalten müssen
Beim Spielzeug fiel mir das Aussortieren lange viel schwerer. Ich hatte ständig diesen Gedanken im Kopf: Was ist, wenn genau dieses Spielzeug morgen plötzlich wieder interessant ist?
Also blieb es da.
Und weil Kinder über Geburtstage, Weihnachten, Großeltern, Mitbringsel und diese mysteriösen Kleinigkeiten, die irgendwie immer den Weg nach Hause finden, regelmäßig Nachschub bekommen, wurde es immer mehr.
Irgendwann fiel mir auf, dass mein Kind trotz der großen Auswahl häufig mit denselben Sachen spielte. Der Rest wurde vor allem aus Kisten herausgeholt, auf dem Boden verteilt und später von mir wieder eingeräumt. Besonders absurd fand ich die Tage, an denen ich gefühlt eine halbe Stunde Spielzeug aufräumte, mit dem eigentlich niemand richtig gespielt hatte.
Seitdem schaue ich viel genauer hin. Was wird wirklich benutzt? Was ist längst uninteressant geworden? Was ist kaputt oder unvollständig? Und was steht eigentlich nur noch herum, weil ich selbst Schwierigkeiten damit habe, es wegzugeben?
Seit weniger Spielzeug gleichzeitig verfügbar ist, fühlt sich das Aufräumen jedenfalls wesentlich weniger nach einer eigenen Abendbeschäftigung an.

3. Die unzähligen Sachen, die wir mehrfach hatten
Irgendwann öffnete ich unsere Schublade mit den Trinkflaschen und fragte mich ernsthaft, wann genau wir eigentlich beschlossen hatten, eine siebenköpfige Familie zu werden.
Wir sind keine siebenköpfige Familie.
Trotzdem hatten wir offenbar für jede denkbare Lebenslage eine passende Trinkflasche. Dazu kamen Brotdosen in unterschiedlichen Größen, Becher, Kindergeschirr und all die Sachen, bei denen ich irgendwann gedacht hatte: Ach, eine mehr kann man bestimmt gebrauchen.
Und natürlich kann man sie gebrauchen. Das ist ja das Gemeine.
Ich könnte wahrscheinlich für fast jeden Gegenstand in unserem Haus irgendeine Situation erfinden, in der er noch einmal nützlich wäre. Die Frage ist nur, ob diese theoretische Situation es wert ist, dass ich die restlichen 364 Tage im Jahr versuche, alles in einer überfüllten Schublade unterzubringen.
Heute behalte ich deshalb durchaus Ersatz, aber nicht mehr Ersatz für den Ersatz.

4. Sachen, die ich seit Monaten „noch verkaufen“ wollte
Diese Dinge waren streng genommen schon aussortiert und trotzdem lebten sie weiterhin bei uns.
Bei mir standen solche Sachen meistens in einer Kiste. Kleidung, Spielzeug oder irgendein Gegenstand, der noch gut war und für den ich bestimmt noch ein paar Euro bekommen würde. Weggeben wollte ich ihn deshalb nicht. Ich musste schließlich nur schnell ein Foto machen und ihn online stellen.
Das Problem war dieses kleine Wort „schnell“.
Denn selbstverständlich musste ich nicht nur ein Foto machen. Ich musste einen Preis überlegen, einen Text schreiben, Nachrichten beantworten, mich über Anfragen ärgern, bei denen jemand für einen fast neuen Gegenstand inklusive Versand ungefähr 1,50 Euro bezahlen wollte, und anschließend musste das Ganze auch noch verpackt und verschickt werden.
So wurde aus einer Kiste mit aussortierten Dingen eine Kiste mit offenen Aufgaben.
Heute entscheide ich viel schneller, was ich wirklich verkaufen möchte. Bei allem anderen ist mir der freie Platz und vor allem die erledigte Aufgabe inzwischen häufig mehr wert als der Betrag, den ich vielleicht irgendwann noch dafür bekommen könnte.

5. Dinge, die wir ganz bestimmt „irgendwann noch brauchen“
Ich glaube, „Das kann man bestimmt noch gebrauchen“ ist einer der gefährlichsten Sätze beim Ausmisten.
Denn natürlich stimmt er. Man kann fast alles irgendwann noch gebrauchen.
Die alte Tasche könnte praktisch sein. Der Karton eignet sich bestimmt noch zum Verschicken. Aus dem Glas könnte man etwas basteln. Das Kabel gehört möglicherweise zu irgendeinem Gerät, das wir noch besitzen. Und diese kleine Dose ist eigentlich perfekt, falls ich irgendwann einmal genau eine kleine Dose brauche.
Früher war für mich die Möglichkeit, etwas noch einmal gebrauchen zu können, Grund genug, es zu behalten. Heute reicht mir das nicht mehr.
Ich überlege stattdessen, wie wahrscheinlich es wirklich ist, dass wir den Gegenstand brauchen. Und was im schlimmsten Fall passieren würde, wenn er dann nicht mehr da wäre.
Bei vielen Dingen ist die Antwort erstaunlich unspektakulär. Ich müsste mir im unwahrscheinlichen Fall eben noch einmal eine kleine Dose besorgen.
Dafür muss ich nicht zehn Jahre lang eine aufbewahren.

6. Alles, was ständig von einem Platz zum anderen wanderte
Es gibt Dinge, die haben bei uns scheinbar keinen festen Wohnort. Sie liegen auf dem Esstisch, bis wir essen wollen. Dann kommen sie auf die Kommode. Beim Staubwischen wandern sie woanders hin und irgendwann liegen sie wieder auf dem Esstisch.
Lange dachte ich, solche Dinge bräuchten einfach einen besseren Platz.
Heute sehe ich das anders.
Wenn ich einen Gegenstand seit Monaten immer wieder wegräume, ohne ihn wirklich zu benutzen, frage ich mich mittlerweile zuerst, warum ich überhaupt noch versuche, einen Platz dafür zu finden.
Das klingt banal, hat bei mir aber unglaublich viel verändert. Ich versuche nicht mehr automatisch, jede Unordnung besser zu organisieren. Manchmal ist die einfachste Lösung tatsächlich, weniger davon zu besitzen.

7. Dinge, die ich nur aus schlechtem Gewissen behalten habe
Diese Kategorie war für mich wahrscheinlich die schwierigste, weil sie gar nicht viel mit Ordnung zu tun hat.
Da ist das Geschenk, über das sich jemand Gedanken gemacht hat. Das Kleidungsstück, das ziemlich teuer war. Etwas, das einmal eine Bedeutung für mich hatte. Oder ein Gegenstand, bei dem ich beim Aussortieren sofort denke, dass es doch eigentlich Verschwendung wäre, ihn wegzugeben.
Solche Dinge habe ich früher sehr lange behalten.
Nur wurde ein Fehlkauf nicht besser, weil er anschließend fünf Jahre in meinem Schrank lag. Und ein Geschenk wird nicht wertvoller, weil ich es aus schlechtem Gewissen von einer Ecke in die nächste räume.
Das musste ich tatsächlich erst lernen.
Ich darf dankbar für ein Geschenk sein und es trotzdem weitergeben. Ich darf feststellen, dass ein teurer Kauf ein Fehler war. Und ich darf mich von Dingen trennen, die einmal zu meinem Leben gehört haben, heute aber nicht mehr dazugehören.
Irgendwann habe ich verstanden, dass Ausmisten nicht das eigentliche Problem ist
Wenn ich heute zurückblicke, war es eigentlich nie besonders schwierig herauszufinden, welche Dinge wir benutzen und welche nicht. Das Schwierige waren all die Gedanken, die sofort kamen, sobald ich etwas in der Hand hielt.
Vielleicht brauche ich es noch. Dafür habe ich Geld bezahlt. Das könnte ich verkaufen. Das war ein Geschenk. Das ist doch noch gut.
Und plötzlich steht man seit zwanzig Minuten vor einer Schublade und diskutiert innerlich über einen Gegenstand, den man seit drei Jahren nicht benutzt hat.
Genau deshalb glaube ich heute auch nicht mehr daran, dass man einfach nur einmal ordentlich ausmisten muss und danach ist das Thema erledigt. Für mich war es ein Prozess. Ich musste lernen, anders über meine Sachen nachzudenken und Entscheidungen schneller zu treffen. Vor allem musste ich aufhören, aus jeder Ausmistaktion ein riesiges Projekt zu machen.
Als Mama finde ich das heute noch wichtiger. Ich habe keine Lust, einen kompletten Samstag zwischen Kisten und Müllsäcken zu verbringen. Ich möchte anfangen können, auch wenn ich nur eine halbe Stunde Zeit habe, und danach das Gefühl haben, tatsächlich etwas geschafft zu haben.
Genau aus dieser Erfahrung ist auch mein Ausmist-Workbook entstanden.
Ich wollte nicht einfach eine Liste erstellen, auf der steht, welche 100 Dinge man wegwerfen soll. Denn woher soll ich wissen, ob du deine dritte Vase liebst oder sie seit vier Jahren nur abstaubst?
Viel hilfreicher finde ich einen roten Faden, mit dem du dein eigenes Zuhause durchgehen kannst. Das Workbook hilft dir dabei, einen Anfang zu finden, Entscheidungen zu treffen und beim Ausmisten nicht irgendwann mitten im Chaos die Motivation zu verlieren.
Denn genau das hätte ich mir früher gewünscht: nicht jemanden, der mir sagt, was wegmuss, sondern jemanden, der mir hilft, endlich anzufangen und dranzubleiben.

WORKBOOK | MIT DEM AUSMISTEN ANFANGEN & DURCHHALTEN
Dein Workbook für langfristig erfolgreiches ausmisten
Dieses 47-seitige Workbook begleitet dich sanft beim Ausmisten und Loslassen – ohne Druck und in deinem Tempo. Mit einem entspannten 4-Monate-Rahmen, Reflexionsfragen und alltagstauglichen Methoden hilft es dir, weniger zu besitzen und mehr Ruhe, Klarheit und Leichtigkeit in dein Zuhause zu bringen.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl, dass du eigentlich ständig aufräumst und es trotzdem nie wirklich weniger wird. Dann würde ich nicht als Erstes nach einem neuen Ordnungssystem suchen.
Schau lieber einmal genauer hin, wie viele Dinge du jeden Tag verwaltest, wegräumst, suchst und von einer Ecke in die andere trägst. Bei mir lag genau dort viel länger das eigentliche Problem, als ich dachte.
Deine Laura


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